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Mittwoch,
19. Jänner, 20.00 Uhr, Zeughaus am Turm
DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL
D
2003, ca. 90 Min. OmU, ab 12 Jahre; Regie: Luigi Falorni, Byambasuren
Davaa
Im
weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste
Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt
und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne
die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer
wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht.
In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein
Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen
seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen.
Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen
und ist gerettet.
Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt
nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt
auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit
ist.
Nach der Entdeckung des Filmes auf dem
Münchner Filmfest und dem sensationellen Erfolg auf dem Filmfest Toronto
2003 hat der Film der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi
Falorni einen Sog ausgelöst, der von dort aus in alle Welt ging. Nun
wurde der Film von der Mongolei als „Best foreign-language film“ ins
Oscar-Rennen geschickt: Ein wahres Filmmärchen.
"Die Geschichte vom weinenden Kamel" hält die Bilder einer
langsam sich verändernden Welt fest. Ein Film, auf den man sich einlassen
muss. Keine schweren menschlichen Tragödien, keine großen Dialoge, keine
Action - nur ein Kind und zwei Kamele als Hauptfiguren und die wundersame
Welt, in der sie leben, als Handlung. Nicht weltbewegend, aber sehr rührend.
Eintritt:
€
6,- / ermäßigt € 5,-
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